Mit der 10. Ausgabe wird dieses Fest nun über die Hochschule hinauswachsen. Die „Cologne Jazz Nights “, in diesem Jahr vom 2.- 5. Dezember, möchten ein Festival für die gesamte hochlebendige Szene in Köln werden, ein Festival, das sich als zentrales Ereignis des Kölner Jazz etablieren und mit internationalem Flair ausgebaut werden soll. Damit wird die gar nicht so heimliche Jazzhauptstadt der Republik wieder ein Jazzevent haben, das unmittelbar mit ihrem Namen assoziiert wird, eben das Kölner Jazzfestival!

Der zentrale Konzertabend wird der 3. Dezember in der Hochschule für Musik und Tanz Köln stattfinden, Stadtgarten und Loft werden vom 02.12. bis zum 05.12. ihr Programm auf dieses Ereignis abstimmen. Weitere Konzerte in anderen etablierten Spielorten der Stadt sind in Vorbereitung.  

Als "artist in residence" wird diesmal Niels Klein, Saxophonist, Klarinettist und Dirigent eingeladen.Er wird mit der BigBand der Hochschule ein Programm erarbeiten.  

Cologne Jazz Night 2009 

Die Hochschule führt bereits zum neunten Mal die Cologne Jazz Night durch. Dabei wird das erfolgreiche Konzept, junge Nachwuchsmusiker und -bands mit professionellen Künstlerin innerhalb eines Konzerts auf die Bühne zu bringen beibehalten.

Als "artist in residence" wird diesmal Michael Abene, Komponist, Arrangeur, Pianist, Leiter der WDR BigBand und Lehrer an der Manhattan School of Music eingeladen. Er wird mit der BigBand der Hochschule ein Programm erarbeiten.

 

Cologne Jazz Night  2008 

Als „artist in residence” wurde dieses Jahr die norwegische Sängerin Sidsel Endresen nach Köln eingeladen. In einem mehrtägigen Workshop wird sie mit Studierenden der Hochschule proben und das Ergebnis auf der Festivalnacht vorstellen.
Der New Yorker Drummer und Komponist John Hollenbeck erarbeitet im Vorfeld der Cologne Jazz Night mit der Bigband der Hochschule eigene Stücke. Zusammen mit dem refuge trio in der Besetzung Gary Versace (pno), Theo Bleckmann (voc) und John Hollenbeck (dr) kann man die Bigband dann auf der Bühne am 5. Dezember erleben.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird es zudem unter dem Titel Jazz für Pänz am 4. Dezember ein moderiertes Jazz-Konzert für Kinder im Grundschulalter geben.

Cologne Jazz Night 2007

Unbeschwert Grooviges

Mit ihrem fetzigen Blechbläser-Sound zog die aus dem Nichts auftauchende mobile Marching Band das sich im Foyer drängende Publikum mit sich in den großen Konzertsaal und heizte dort mit ihrer Mischung aus Braas Band und New Orleans Jazz die Stimmung an. Der Trompeter German Marstatt hatte eigens für diesen Abend mit der Marching Band der Hochschule für Musik Köln ein eigenes Konzertprogramm komponiert und arrangiert. Im Wechsel von freiem Spiel zu hochkonzentrierten konzertanten Eigenkompositionen brachte schließlich der französische Star-Gitarrist Marc Ducret den elektronischen Aspekt in die Band. So lautstark wie sie gekommen waren, verabschiedeten sich die jungen Musiker und überließen dem Star die Bühne für seinen Soloauftritt. Völlig eins mit seiner Gitarre wickelte er das Publikum mit seinen schrägen Sounds und melodiösen Passagen aus Rock, Funk und Jazz in einen faszinierenden Klangteppich.

Das Besondere an der Cologne Jazz Night ist ihr Konzept. Seit 7 Jahren gibt sie jungen talentierten Musikern die Möglichkeit echte Bühnenatmosphäre zu schnuppern, und das auch mit internationalen Stars der Jazzszene, so 2006 mit Dee Dee Bridgewater und Lalo Schifrin. Neu war in diesem Jahr die Idee des „artist in residence”, Marc Ducret, der nach einem mehrtägigen Workshop mit Studierenden in der „Mensa” ein musikalisch überzeugendes Konzert ablieferte. Auch der Gitarrist war begeistert: „Zunächst sind die Studierenden sehr gut ausgebildet, einige haben beinahe professionelles Niveau, obwohl sie noch sehr jung sind.”

Ein immer neues Ausloten von Möglichkeiten zeigt die Fachrichtung Jazz/Populäre Musik in der seit 2005 bestehenden Zusammenarbeit mit der internationale filmschule köln (ifs). Auf der Jazz Night wurden erstmals unter dem Titel „Jazz meets Shortcuts” die Ergebnisse präsentiert. Die Musik für die acht witzigen bis nachdenklich gestimmten Kurzfilme von Studierenden der ifs schrieben Studierende der Hochschule für Musik Köln.

Bis in die Nacht wechselten auf zwei Bühnen acht Bands der unterschiedlichsten Stilrichtungen, von Lehrbetrieb war hier nichts mehr zu spüren. Für den Frei(schwimmer)stil der Gruppe „Hornstrom” stehen ihre Badekappen, aber auch die eigenwillige Besetzung mit zwei Posaunen, Bass und Schlagzeug. Für ihren jazzigen Rock gibt es auch schon eine kleine Fan-Gemeinde. Das Publikum fesseln konnte auch die „Dritte Freundliche Übernahme” des nicht nur in Köln gefragten Bassisten Robert Landfermann. Einzigartig ihr dichter Sound und variables Spiel. Fans des klassischen Jazz kamen mit der Hommage an Herbie Hancock des Quartetts des Pianisten Pablo Held voll auf ihre Kosten. Wer auf den fremd klingenden Namen Kare Berik reagierte, war meist überrascht, hörte er doch einen unbeschwert groovigen Mix aus Pop und Jazz zu deutsch gesungenen Texten von Tobias Christl. Zu den Highlights gehörte auf jeden Fall auch die hauseigene Bigband mit drei international bekannten Gästen: der Pianist John Taylor und der Trompeter Kenny Wheeler – beide internationale Größen des zeitgenössischen Jazz und mit gemeinsamen Auftritten seit 1977.

In ihrer Mitte die vielseitige Jazz-Sängerin Diana Torto, eine wahre Vokalakrobatin. Unter der Leitung von Joachim Ullrich präsentierte sich die Bigband souverän, mit ansteckender Spielfreude und einem individuellen Klangprofil.

Mit der Berliner Kult-Band „Lychee Lassi” wurde es noch einmal richtig voll vor der Mensabühne. Hier wurde zu HipHop, Jazz, Funk und Grooves dann schließlich abgetanzt.

Mit mehr als 1.000 Besuchern war die 7. Cologne Jazz Night für die Hochschule für Musik Köln ein voller Erfolg und wegweisend für eine Fortsetzung des Events in 2008.

Auszug, JazzZeitung 2-2008, Anne Kotzan 

Cologne Jazz Night 2006

„The World comes in“

Seit fünf Jahren präsentieren sich in der Cologne Jazz Night Studierende, Absolventen und Etablierte der Hochschule für Musik Köln, des Studiengangs „Jazz und populäre Musik“ dem Publikum. Prinzip ist die Kombination von Auftritten junger Musiker mit älteren Semestern sowie die Möglichkeit, Künstler in unterschiedlichen Formationen zu erleben.Die Hochschule öffnete sich erstmals zur Stadt hin und kooperierte mit Clubs und Spielstätten wie etwa dem japanischen Kulturinstitut. Als Publikumsmagneten leistete man sich zur Eröffnung prominente Jazzstars wie das Louis Sclavis  Trio mit Henri Texier und Christophe Marguet. Der Filmkomponist Lalo Schifrin (Mission Impossible) und die gutgelaunte Dee Dee Bridgewater setzten auf dem Roncalliplatz open air direkt am Dom gemeinsam mit der BigBand der Hochschule für Musik Köln einen fulminanten Schlusspunkt.Der 74-jährige Schifrin dirigierte seine eigenen spritzigen Arrangements, die er zuvor an zwei Tagen mit der jungen Band in der Hochschule eingeübt hatte, mit sichtbarem Vergnügen. Dazwischen lagen musikalische Begegnungen voller Experimentierfreude, fernab stilistischer Zwänge und nationaler Grenzen. Der aus Kamerun stammende Trompeter Terrence Ngassa präsentierte sein bläserlastiges „Afro Collectiv“. Der Kölner Pianist Lars Duppler setzte mit der aktuellen Ausgabe des Projekts „alliance urbaine“ seine Zusammenarbeit mit dem Pariser Saxophonisten Sebastian Jarrousse fort. Einer der seltenen Auftritte der polnischen Sängerin Anna Serafinska war zu erleben.Umjubelt war die neueste Formation „Brazilian Motions“ des rührigen, in Köln lebenden Trompeters Matthias Schriefel mit der Sängerin Patricia Cruz sowie das Konzert des japanischen Pianisten Kuriya Makato mit Jazzern der Kölner Szene wie etwa Nicolas Simion (Saxophon).Auszug, JazzZeitung 9-o6, Beate Schenk  

Cologne Jazz Night 2005

Internationales Forum für junge Jazzmusiker

Vom 24. November bis 2. Dezember 2005 fand die 5. Cologne Jazz Night der Hochschule für Musik Köln statt. Morgendliche Workshops unter der Leitung von renommierten Musikern der Jazzszene sowie allabendliche Konzerte mit Studierenden und Dozenten der Kölner Jazzabteilung sowie internationalen Gäste, boten wieder Jazz in all seinen Facetten und Grenzüberschreitungen.

Wie bereits bei den vergangenen Jazz Nights standen auch diesmal World- und Pop-Musik auf dem Programm. Djalma Correas Brasilian Percussion, Soul-Jazz Grooves des Koreaners Choi Min, das überraschende Meltpod-Project von Benny Martell, Triosence und Torun Eriksen begeisterten das Publikum auf der langen Festivalnacht zum Abschluss der Cologne Jazz Night.

Eröffnet wurde die Jazz Night am 24.11.2005 mit der BigBand der Hochschule für Musik Köln, dem RMS-Jazz-Orchester und mehreren kleineren Ensembles der Rheinischen Musikschule.

Junge Jazzer und zukünftige Musikleherer präsentierten unter dem Titel Jazz für Pänz eine fröhliche Zeitreise durch die Jazzgeschichte für Kinder. „Denn da gibt es einen Trick, wir machen Musik” sangen die 600 Kölner Grundschüler lautstark zum Abschluss des Konzerts und waren von dem Song so begeistert, dass sie für sich selbst mehrere Zugaben forderten.

Cologne Jazz Night 2004

„The New Generation“

Die 4. Cologne Jazz Night widmete sich dem Thema „The New Generation”.

Das Konzept basierte darauf, Entwicklungen und Stile von jungen Bands bzw. Musikern aus Europa vorzustellen und ihre Umgehensweise mit Traditionen und unterschiedlichsten kulturellen Einflüssen aufzuzeigen. Erwartet wird Neues, Unbekanntes - garantiert wird eine stilistische Offenheit, die dem Jazz mit all seinen Facetten und Grenzbereichen Raum gibt.

Neben dem Musikalischen bietet die Cologne Jazz Night - wie auch bereits im vergangenen Jahr - ein Forum für die Beschäftigung mit dem heutigen Berufsfeld des Musikers, das nicht nur auf einer fundierten musikalischen Ausbildung aufbaut, sondern auch auf einer selbstbewussten Auseinandersetzung des Künstlers mit seinem Publikum, dem Markt und den Neuen Medien.

Der Schaffung von Netzwerken und Kooperationen kommt dabei eine ebenso große Bedeutung zu wie der Fähigkeit des Musikers zur Selbstvermarktung. In Workshops und Diskussionen nimmt dieser Bereich wieder eine zentrale Rolle ein. 

Cologne Jazz Night 2003

„World of Music“

10 Tage Jazz als die Musik des jungen Europas in der Hochschule für Musik Köln

Seit dem Siegszug der Popmusik in den 60er Jahren und der gleichzeitigen Auslotung des Freien Jazz auf für viel schwer nachvollziehbaren Wegen wird der Jazz immer wieder totgesagt. Steigende Zahlen beim Anteil der Jazzproduktionen an dem erfolgreichen Umsatz des Musikmarkts, eine große Vielfalt der Stile, Hunderte von hoch qualifizierten jungen Musikern und große Anstrengungen an vielen akademischen Ausbildungsstätten im "alten" Europa sprechen eine andere Sprache, haben die sog. improvisierte Musik zu einem Markenzeichen europäischen Kulturgeschehens gemacht.

Dies einmal zu leben, hatte sich die Musikhochschule in Köln, größte in älteste ihrer Art in Europa, zum Ziel gesetzt. Als dann auch die Verwaltung der EU in Brüssel Mittel zur Verfügung stellte, war der Weg frei für eine Einladung von neun Partnerhochschulen in Antwerpen, Breslau, Brüssel, Madrid, Riga, Salzburg, Szeged, Utrecht und Wien an zehn Tagen mit Workshops, Diskussionen und Konzerten.

Aktuell waren die Workshops, zum Beispiel unter den Titeln "Storytelling and Improvising", "Jazz Standard-Creative Approach", "Breathing for Hornplayers", "Great Ensembles-All Instruments", "The Nordic Sound in Jazz" oder "Salsa an Latin Percussions". Prominentester Dozent war Phil Woods, der einen Workshop "Saxophone Masterclass" leitete.

An mehreren Abenden gab es Konzerte, zum Beispiel mit dem klassischen Pianisten Anthony Spiri, der die 24 Preludes in Jazz op.3 des russischen Komponisten Nikolai Kapustin vorstellte, die Wiener Latin Gruppe Pacheco und schließlich eine gemeinsamen Jam Session von Dozenten und Studenten.

An einem Abend gab es eine Podiumsdiskussion, bei der fünf Fachleute aus Hochschule, Management, Musikwissenschaft und Praxis sich unter der Leiter von Andreas Kolb, Chefredakteur der Jazzzeitung und „nmz“ im Conbrio-Verlag in Regensburg sich mit der Frage „Markt und Musiker-Hass und Liebe?“ beschäftigten. Das richtige persönliche Marketing des Musikers als Voraussetzung für seinen Erfolg, die dabei schwierige Position des Jazz auf dem Musikmarkt, aber auch der Anspruch der Hochschule, nicht nur nach den Wünschen des Markts auszubilden, kamen zur Sprache. Deutlich wurde, dass es noch einen großen Nachholbedarf gibt, den Studenten während des Studiums zu vermitteln, wie der Markt funktioniert. Wichtig ist, dass die Studenten ihr Handwerk lernen wie auch die Erkenntnis vermittelt bekommen, dass es in dem Beruf nicht nur darum geht, sich selbst zu verwirklichen. Musik wird dann erfolgreich sein, wenn der junge Musiker sich mit einem eigenen unverkennbaren Profil präsentiert.

Andreas Kolb hatte einleitend auf die schwierige Situation des Musikers in einer Zeit ständiger Paradigmenwechsel aufmerksam gemacht. Auch das Problem des Übergewichts der amerikanischen Musiker auf dem Markt bei gleichzeitig einzigartigen Qualitäten des europäischen Jazz, kam zur Sprache. Die Nähe von Pop-Musik und Jazz wurde diskutiert, zunächst als ein Thema einer zukünftig breiteren Ausbildung, wie sie in Wien schon seit Jahren unter dem Titel Popularmusik für künftige Jazz- und Popmusiker unter einem Dach praktiziert wird.

Alle Theorie schoben dann die Studenten und Dozenten in der abschließenden Festivalnacht beiseite, in der sich 32 Ensembles auf vier Bühnen bis weit nach Mitternacht präsentierten.

Es gab Big Band Jazz der Kölner Musikschule - Partner der Cologne Jazz Night -, ein Perkussionsensemble aus der Dependance der Hochschule in Wuppertal, viel Freies mit den Dozenten, zum Beispiel mit dem Klarinettisten Frank Gratkowski, funkigen Jazz aus Riga, ein Saxophon-Quartett aus Madrid, anspruchsvolle Klaviermusik vom Kölner Piano-Senkrechtstarter Florian Weber oder ungarische aktuelle Musik auf den eigenen folkloristischen Quellen. Stargast war kurz vor Mitternacht Jasper van’t Hof, der mit seinem Soloprogramm das Publikum begeisterte.

Fazit: Die zehn Tage Miteinander Proben, Diskutieren und Musizieren verstanden den Jazz nicht als isolierte Kunstform für eine kleine Elite hinter verschlossenen Türen. Die in vielem übereinstimende Sicht der Studenten und Dozenten zog die in Europa traditionell geübten Querverbindungen (Crossover in Neu-Deutsch) zur Pop-Musik, zur Folklore oder zur Klassischen/Neuen Musik. Jazz wurde als eine Art Kulminationspunkt aktueller Musikentwicklungen verstanden und praktiziert.

Hans-Jürgen von Osterhausen 

Cologne Jazz Night 2001

 

"BigBands"

Mit dem Schwerpunkt „BigBands” präsentierte sich die Cologne Jazz Night am 7. Dezember 2001 in der Hochschule für Musik Köln.
Vier BigBands, sechs Vocalensembles und acht Instrumental-Bands sorgten auf vier Bühnen für eine spannende und unterhaltsame Festivalathmosphäre. Besonderes Highlight war der Auftritt der WDR BigBand mit Charlie Mariano unter der Leitung von Bill Dobbins. 

Cologne Jazz Night 2000

Die Cologne Jazz Night wurde 2000 als einmaliger Präsentationsabend der Jazzabteilung im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums der Hochschule für Musik Köln veranstaltet. Der große Erfolg dieses Abends war Ansporn und Motivation für das Ziel, dieses Projekt als jährlich stattfindende Veranstaltung zu etablieren.